Popgottesdienste denken und feiern, 05.11.2027 - 07.11.2027
Popmusik prägt unseren Alltag: in Küchen, Büros, Autoradios, auf Kopfhörern und bei großen Konzerten. Sie weckt Erinnerungen, schafft Gemeinschaft und bringt Gefühle und Themen auf den Punkt. Genau darin liegt ihr Potenzial für den Gottesdienst.
Popmusik ist dabei nicht bloß musikalische Dekoration. Sie kann ein Resonanzraum für Glauben sein: Menschen singen mit, hören zu, bringen eigene Erfahrungen ein und erleben Gemeinschaft.
In diesem Seminar erkunden wir, wie popmusikalische Ausdrucksformen Gottesdienste prägen und bereichern können – in Musik, Sprache, Atmosphäre und gemeinsamer Beteiligung.
Wir verbinden bewährte liturgische Formen mit Ideen aus Popmusik und Popkultur – offen, theologisch reflektiert und nah an der Praxis.
Der Werkzeugkasten: Was ihr gemeinsam anpackt
Diese Werkstatt richtet sich an Pastor:innen, Musiker:innen, Kirchenmusiker:innen, liturgisch Tätige und Ehrenamtliche, die Gottesdienste gemeinsam gestalten oder künftig gestalten wollen – als Team oder auch einzeln.
Besonders spannend wird es, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen: Musik, Liturgie, Sprache, Technik, Raum und Gastfreundschaft prägen einen Popgottesdienst gemeinsam. Deshalb empfehlen wir die Anmeldung als Team. Aber auch wenn du allein kommst, bist du genau richtig: Du kannst eigene Ideen, Fragen und konkrete Vorhaben mitbringen, neue Menschen kennenlernen und Impulse für deine Praxis sammeln.
Gemeinsam entwickelt ihr Formate, die zu euren Gemeinden, den Menschen vor Ort und euren Möglichkeiten passen.
Schreiben - Wie entstehen Gebete, Ansprachen und liturgische Texte, die verständlich sind und im Ohr bleiben? Wir erkunden, was wir von guten Popsongs lernen können: klare Bilder, wiedererkennbare Zeilen und Worte, die Menschen mitsprechen können.
Planen - Musik ist nicht einfach ein Programmpunkt zwischen anderen. Sie kann den Gottesdienst tragen, Übergänge schaffen, Themen vertiefen und Beteiligung ermöglichen. Wir entwickeln Dramaturgien, in denen Lieder, Texte, Stille, Predigt und Rituale sinnvoll zusammenspielen.
Inszenieren - Licht, Klang, Sitzordnung und Atmosphäre prägen einen Gottesdienst mit – oft schon bevor ein Wort gesprochen wird. Wir überlegen, wie Kirchenräume und andere Orte einladend, konzentriert und passend zum jeweiligen Thema gestaltet werden können.
Ausprobieren - Nicht jede Idee muss sofort perfekt sein. Das Seminar bietet Raum, neue Formen zu testen, Erfahrungen auszutauschen und aus dem Gelungenen wie aus den Umwegen zu lernen.
Das Line-up: Eure Dozierenden
Dieses Seminar wird von einem multiprofessionellen Team geleitet. Unterschiedliche Perspektiven aus Theologie, Musik, Gottesdienstpraxis und Ritualentwicklung treffen aufeinander. Hier wird nicht von oben herab gelehrt, sondern gemeinsam gearbeitet, ausprobiert und gejammt.
• Jan Simowitsch ist Musiker, Ritualexperte, Autor und Initiator aktueller Musikprojekte. Er prägte die musikalische Gestaltung des Abschlussgottesdienstes beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025.
• Jan Meyer leitet den Fachbereich Popularmusik im Michaeliskloster Hildesheim und ist Kantor an der Gospelkirche Hannover.
• Lars Hillebold ist Direktor des Michaelisklosters Hildesheim. Er arbeitet an der Verbindung von Predigt, Gottesdienst und Popkultur.
• Elisabeth Rabe-Winnen ist Pastorin im Michaeliskloster und Teil des Segensnetzwerks „Lauter Segen“. Sie entwickelt neue Rituale und Segensformen.
Der Vibe: Probiert aus!
Innovation braucht Freiheit. Deshalb geht es in dieser Werkstatt nicht darum, den einen perfekten Popgottesdienst zu entwickeln. Es geht darum, miteinander auszuprobieren, genauer hinzuhören und herauszufinden, was Menschen vor Ort berührt und beteiligt.
Probiert aus. Scheitert freundlich, lernt mutig und feiert ausgelassen!
Hard Facts & Anmeldung
Sichert euch euren Platz im Line-up und bringt den Sound eurer Gemeinde mit. Gemeinsam entwickeln wir Gottesdienste, die Glauben hörbar, erlebbar und teilbar machen.
Zielgruppe
Teams aus Pastor:innen, (Pop-)Musiker:innen, Kirchenmusiker:innen, liturgisch Tätigen und Ehrenamtlichen
Schwerpunkte
Pop-Liturgie, Texte und Gebete, musikalische Dramaturgie, Raum und Atmosphäre
Arbeitsweise
Praxisnah, kreativ, theologisch reflektiert und auf Augenhöhe
Empfehlung
Meldet euch als Team an, damit ihr Ideen, Entwürfe und konkrete Verabredungen direkt in eure Praxis mitnehmen könnt.